I M E D I A S   K I A D Ó
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JAKOB BLEYER:
DAS DEUTSCHTUM IN RUMPFUNGARN
(Sonntagsblatt, 1928)
Német nyelvű CD-ROM
 

Trianon után új helyzet alakult ki a magyarországi németek számára is. Erdély, a Felvidék, a Bánát és a nyugat-magyarországi területek elvesztése azt is jelentette, hogy jelentős, néhány esetben tömbökben és erős szervezetekben élő, érdekeiért határozottan kiálló német lakosság került a határok túloldalára.

A tájékozódást, a helyes döntések meghozatalát tovább nehezítették a kisebbségi kérdések és a nemzetközi politikai helyzet összefüggései, a magyar-német viszony alakulása.

Ebben az igen kritikus helyzetben Jakob Bleyer (1874 – 1933), a magyarországi németség tudós szellemi és politikai vezetője egy összegzést, helyzetfelmérést adott közre a magyarországi németekről. Tényeket, amelyek nélkülözhetetlenek egy reális identitás kialakításához.

A mű a magyarországi németség egyik alapvető dokumentuma.

Árnyalt és igényes összefoglaló a német lakosságról, az egyik utolsó helyzetelemzés a világháború és a kitelepítések előtt. Megyékre, településekre lebontott adatokkal 1880 és 1920 között, a nyelvjárások feltérképezésével, a lakosság származásának áttekintésével.

Rengeteg konkrétummal, a települések pontos felsorolásával, nyelvjárási példákkal.

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VORREDE.

Über das Deutschtum im alten großen Ungarn war eine Reihe von zusammenfassenden Monographien (von Czoernig, Schwicker, Kaindl) erschienen. In allen diesen Werken wurde aber gerade das Deutschtum des heutigen Rumpfungarn recht stiefmütterlich behandelt. Hauptsäch­lich darum, weil dieses Deutschtum zumeist von privaten, geistlichen und weltlichen Grundherrschaften und nicht vom Aerar angesiedelt worden war und infolgedessen sich in den großen Wiener und Budapester staat­lichen Archiven darüber wenig Urkundenmaterial finden ließ.

Eine allseitige und erschöpfende Monographie über das Deutsch­tum in Rumpfungarn läßt sich mangels entsprechender wissenschaft­licher Vorarbeiten auch heute noch nicht schreiben. So mussten wir uns denn in unserem Büchlein über das ungarländische Deutschtum auf das Wichtigste beschränken; auf die Frage der Mundarten und der Ansied­lung und auf den Versuch, das Deutschtum im heutigen Ungarn in sei­nem Volkstum geographisch-statistisch zu erfassen.

Die Abhandlung Univ.-Professor Dr. Heinrich Schmidts, der sich mit dem schwierigen Problem der deutschungarischen Mundarten seit Jahrzehnten unermüdlich befaßt und darüber bereits eine große Anzahl von Beiträgen veröffentlicht hat, ist gewiß von bleibendem wissenschaft­lichem Wert. Die deutsche Mundartenforschung wird Prof. Schmidts zu­sammenfassende Darstellung ohne Zweifel mit großer Freude begrüßen als eine verläßliche und aufschlußreiche Grundlage weiterer Untersuchun­gen. Die Arbeit Gymn.-Professor-Rogerius Schillings O. Cist. bietet noch keine eigentliche Geschichte der Ansiedlung des Deutschtums in Rumpf­ungarn, sondern nur einen Grundriß dazu; an sie muß die zukünftige Forschung anknüpfen und diese wird erst durch Prof. Schillings grund­legende Vorarbeit ermöglicht. Immerhin wirft sie auch in der jetzigen Form - dank den fleißigen und umsichtigen archivalischen Studien Schillings - ein vielseitiges, manchmal geradezu ergreifendes Licht auf die bis jetzt in ein fast völliges Dunkel gehüllte und jedem Deutschungar nahegehende Frage. Schließlich; die statistische Zusammenfassung und geographische Gliederung des Deutschtums in Rumpfungarn durch Dr. jur. Johann Schnitzer verfolgt den Zweck, die ethnographische Hauptkarte, die diesem Büchlein beigelegt ist - zurückblickend auf die Entwicklung im letzten halben Jahrhundert - zu erläutern, zu ergän­zen und dem Verständnis faßlich zu machen.

Was diese ethnographische Hauptkarte betrifft, so wurde sie auf Grund der kartographischen Vorarbeiten des hauptstädtischen Beamten Eduard Stohanzl und der fleißigen Sammeltätigkeit Franz Rothens, Sekretärs des „Ungarländischen Deutschen Volksbildungsvereins", unter Aufsicht des Geographischen Instituts der Leipziger Universität gezeich­net. Die Karte stellt den heutigen Bestand des ungarländischen Deutsch­tums in seiner geographischen Ausbreitung dar, es wurden jedoch auch solche, in den Abhandlungen angeführte Orte zwecks Fixierung und Orientierung in die Karte mit aufgenommen, in denen es derzeit keine Deutschen mehr gibt, da sie entweder abgewandert sind oder aber in ihre Umgebung eingeschmolzen wurden. Die Nebenkarte bringt die deutschen Mundarten zur Darstellung, wie sie trotz mannigfaltiger Stammesmischung nunmehr fast überall vollkommen einheitlich gesprochen 'werden. Daß die derzeitigen Verhältnisse das Resultat einer anderthalb bis zwei Jahrhunderte langen, höchst merkwürdigen volkspsycholo­gischen Entwicklung sind, hat die Wissenschaft bereits festgestellt, doch konnte dies auf unserer Karte natürlich nicht veranschaulicht werden.

Um Mißverständnissen vorzubeugen muß ausdrücklich bemerkt wer­den, daß bei der Schraffierung der verschiedenen mundartlichen Ge­biete nicht verhütet werden konnte, daß ungarisch, slowakisch oder an­ders sprechende Volksteile gewissermaßen überdeckt wurden. Die Schraffierungszeichen wollen nur so viel sagen, daß, wenn in den ent­sprechenden Gebieten Deutsche vorkommen, diese unseres Wissens jene .Mundart sprechen, die durch die am Rande erklärte Bezeichnung ange­deutet ist.

Sollten uns entweder bezüglich der Mundarten oder der Ansied­lung Mängel und Irrtümer unterlaufen sein, was bei der großen Anzahl unserer deutschen Siedlungen wohl leicht möglich ist, so bitten wir darüber den Herren Verfassern, der beiden Abhandlungen (Prof. Dr. Schmidt in Szeged, Universität, Professor Schilling in Budapest, Cistercienser-Gymn.) Mitteilung zu machen, damit die Lücken und Fehler bei einer etwa notwendig werdenden Neuauflage unseres Büchleins gutge­macht werden können.

Das ungarländische Deutschttum ist infolge seiner Zusammensetzung aus verschiedenen ober- und mitteldeutschen Stämmen, aber auch infolge seiner selbständigen Entwicklung durch Jahrhunderte auf ungarischem Boden und auch als Teilhaber der ungarischen Geschichte im Rahmen des ungarischen Staates etwas Eigenartiges und von jedem anderen deutschen Stamme und Lande Verschiedenes geworden. Seinem Volkstum und Volksbewußtsein nach ist es unverfälscht deutsch, seinem Staats­gefühl und Statsbewußtsein nach unentwegt ungarisch: es ist eben, wie es sich selbst schon seit Jahrhunderten nennt, deutschungarisch. Und so soll es, mit Gottes Hilfe, der die Völker schuf und ihr Schicksal leitet, immerdar bleiben: sein deutsches Erbe unversehrt wah­rend und an der ungarischen Sendung, an einer 'schöneren ungarischen Zukunft treu mitarbeitend. Wie es seine Väter, unsere Väter immer taten.

Budapest, den l. Mai 1928,

Prof. Dr. Jakob Bleyer.






INHALTSÜBERSICHT.



Vorrede.

I. Die deutshen Mundarten Rumpfungarns
Einleitung: Bedeutung der Mundarten
Historische und geographische Übersicht der deutschen Siedelungen Rumpfungarns

Steirer und Heanzen
Die Deutsch-Pilsener
Heidebauern
Bayern und Franken im Bakonyergebirge
Donaubayern
Schwaben
Rheinfranken
Ostfranken
Schlussworte
Literaturverzeichnis

II. Ansiedlung der Deutschen in Rumpfungarn.
Einleitung: Die ersten deutschen Kolonisationen unter den Árpáden
Privat-Kolonisationen nach Vertreibung der Türken

Graner Komitat
Pester Komitat
Weißenburger Komitat
Komitat Veszprém
Raaber
Schwäbische Türkei
a) Baranya
b) Somogyer Komitat
c) Die Tolnau
Zalaer Komitat
Komitat Hont
Heveser Komitat
Komitat Zemplén
Komitat Szathmár
Komitat Szabolcs
Komitat Békés
Komitat Bács-Bodrog

Kolonisationen urter Maria Theresia und Josef II.
a) Kameral-Kolonisierung
b) Privatkolonisierungen
Aus dem Leben der Kolonisten in den ersten Jahren nach ihrer Niederlassung
Schlussworte . .

Quellenverzeichnis
Karten.

III. Statistisches über das Deutschtum in Rumpfungarn.

Einleitung

I, Allgemeiner Überblick und Zusammenfassung
II. Zusammenstellung nach Komitaten, Sluhlbezirken und Gemeinden
Komitat Baranya
Fejér (Weissenburg)
Komitat Győr (Raab)
Komárom (Komorn)
Moson (Wieselburg)
Somogy
Sopron (Ödenburg)
Tolna (Tolnau)
Vas (Eisenburg)
Veszprém (Wesprim)
Zala
Esztergom (Gran)
Hont
Nógrád
Bács-Bodrog
Komitate Csongrád, Heves und Jász-Nagykun-Szolnok
Komitat Pest-Pilis-Solt-Kiskun
Komitate Abauj-Torna, Bereg, Borsod, Gömör und Kishont
Komitat Zemplén
Békés
Komitate Bihar, Hajdu, Szabolcs und Szatmár
Arad, Csanád und Torontál

Quellenverzeichnis